Die erste Invasion
Buenos Aires – Berlin
Im September 2014 besuchte die argentinische Kultur, angeführt vom Kino, die deutsche Hauptstadt. Ausgehend von zehn Filmen fanden über einen ganzen Monat hinweg kulturelle Aktivitäten an verschiedenen Orten der Stadt statt.
Einen Monat lang kreuzten sich unterschiedliche Kunstformen, verstärkten einander und erzeugten vielfältige, unerwartete Verbindungen — ein aktuelles und dynamisches Panorama der zeitgenössischen argentinischen Kultur.
Über die Arbeiten von mehr als 40 Künstler:innen konnten die Berliner:innen den Reichtum gegenwärtiger kultureller Ausdrucksformen erleben: Konzerte, Performances, Ausstellungen, Lesungen und gastronomische Verkostungen — im Rahmen von 20 Jahren Städtepartnerschaft zwischen Buenos Aires und Berlin.

Die Filme
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InvasiónHugo Santiago, 1969, 123 Min.
Aquilea wird von einem unsichtbaren Feind belagert. Eine Gruppe älterer Männer verteidigt die Stadt in einem aussichtslosen, würdevollen Widerstand. Nach einer Idee von Jorge Luis Borges und Adolfo Bioy Casares — der Film, der dem Festival seinen Namen gab.
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ViolaMatías Piñeiro, 2012, 65 Min.
Eine junge Frau liefert in Buenos Aires Raubkopien aus, während eine Theatergruppe Shakespeares „Was ihr wollt“ probt. Zwischen Proben und Alltag geraten Rollen, Sätze und Begehren durcheinander.
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El camino del vinoNicolás Carreras, 2012
Der Sommelier Charlie Arturaola verliert ausgerechnet während eines Weinfestivals in Mendoza seinen Geschmackssinn — und begibt sich auf eine Reise durch die argentinische Weinwelt, um ihn wiederzufinden.
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Martín Blaszko IIIIgnacio Masllorens, 2011, 70 Min.
Porträt des Bildhauers Martín Blaszko, 1920 in Berlin geboren, 1939 nach Argentinien emigriert. Ein Gespräch über Gleichgewicht, Form und ein Werk zwischen zwei Kontinenten.
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MNicolás Prividera, 2007, 150 Min.
Der Regisseur sucht nach seiner Mutter, die 1976 von der Diktatur verschleppt wurde. Eine Ermittlung in eigener Sache, die aus der privaten Frage eine Frage an das ganze Land macht.
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Café de los MaestrosMiguel Kohan, 2008, 90 Min.
Die großen Musiker der goldenen Tango-Ära werden für eine Aufnahme und ein Konzert im Teatro Colón noch einmal zusammengebracht. Viele von ihnen hatten seit Jahrzehnten nicht mehr gemeinsam gespielt.
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Los posiblesSantiago Mitre & Juan Onofri Barbato, 2013, 55 Min.
Junge Männer aus der Peripherie von Buenos Aires tanzen. Zwischen Dokument und Choreografie entsteht ein Film über Körper, Herkunft und die Möglichkeit, sich anders zu zeigen.
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CivilizaciónRubén Guzmán, 2012, 55 Min.
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El artistaMariano Cohn & Gastón Duprat, 2008, 110 Min.
Ein Pfleger entdeckt die Zeichnungen eines schweigenden Patienten, gibt sie als seine eigenen aus — und wird über Nacht zum gefeierten Künstler. Eine bitterböse Komödie über den Kunstbetrieb.
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SüdenGastón Solnicki, 2008, 67 Min.
Der Komponist Mauricio Kagel kehrt 2006 nach Jahrzehnten in Köln für ein Konzert nach Buenos Aires zurück. Ein Film über Proben, Erinnerung und die Musik dazwischen.
