Zehn Jahre INVASION
Zwei besondere Abende statt eines Festivals
Zehn Jahre sind seit der ersten Ausgabe vergangen. 2014 brach die argentinische Kultur, mit dem Kino als Ausgangspunkt, erstmals in Berlin ein — einen ganzen Monat lang, in Kinos und Kulturräumen. In jeder folgenden Ausgabe nahm das Festival andere Formen an, wechselte Häuser und Häute. Nach der Pandemie ließen wir das Online-Format hinter uns und kehrten zu der Begegnungsform zurück, die wir am liebsten mögen: persönlich, im Kino, von Angesicht zu Angesicht.
Am 31. Mai zeigten wir im Passage Kino — gemeinsam mit dem Instituto Cervantes, Latinale und Grandfilm — die Deutschland-Preview von Laura Citarellas drittem Langfilm „Trenque Lauquen“. Der Film, unterstützt vom World Cinema Fund der Berlinale, feiert die Freude am Erzählen und bedient sich so unterschiedlicher Genres wie Kriminalroman, Liebesgeschichte, Film noir und Mysterydrama. Citarella, Hauptdarsteller und Produzent Ezequiel Pierri sowie Ko-Produzent und deutscher Verleiher Stefan Butzmühlen waren im Kino zu Gast.
Am 19. August folgte im Humboldt Forum die Berliner Kinopremiere — zum ersten Mal unter freiem Himmel — von „Argentina, 1985“ von Santiago Mitre mit Ricardo Darín und Peter Lanzani, in jenem Jahr für den Oscar nominiert. Der Film erzählt die wahre Geschichte des Staatsanwalts Julio Strassera, von Luis Moreno Ocampo und ihrem jungen Team, die es wagten, die Führung der letzten argentinischen Militärdiktatur anzuklagen. Zur Einführung sprach der Philosoph Darío Sztajnszrajber über Film und Demokratie — auf Spanisch mit Simultanübersetzung ins Englische. Die Vorführung war Teil der Reihe „Box Office Around the World“.

Die Filme
- Trenque LauquenLaura Citarella, 2022, Teil 1: 128 Min. / Teil 2: 132 Min.
- Argentina, 1985Santiago Mitre, 2022, 140 Min.
