Lasst euch den Wind durchs Haar wehen
3.–12. Dezember 2021
Das Programm dieses Jahres war besonders vielfältig — nicht nur, weil es Spielfilme, Dokumentarfilme und hybride Formen versammelte, Regisseurinnen und Regisseure, Koproduktionen zwischen Argentinien, Chile, Uruguay, Spanien, Deutschland, Brasilien und Norwegen, sondern weil die Themen, Ästhetiken und Erzählweisen so unterschiedlich waren.
Eines haben sie gemeinsam: Es sind mutige Filme, die sich in Thema und Form aus den bekannten Bahnen wagen, um uns zu überraschen und zu zeigen, dass es andere Landschaften zu entdecken gibt. Alle Filme liefen in Originalsprache mit englischen oder deutschen Untertiteln.

Die Filme
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EsquirlasNatalia Garayalde, 2020, 70 Min.
1995 explodierte die Munitionsfabrik von Río Tercero. Die damals zwölfjährige Regisseurin filmte mit der Kamera ihres Vaters. Fünfundzwanzig Jahre später montiert sie dieses Material zu einer Chronik dessen, was als Unfall ausgegeben wurde.
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Familia SumergidaMaría Alché, 2018, 90 Min.
Nach dem Tod ihrer Schwester bewegt sich Marcela durch eine Wohnung voller Dinge und Erinnerungen. Die Grenze zwischen Anwesenden und Abwesenden wird durchlässig.
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LópezUlises Rosell, 2021, 92 Min.
Ein Porträt von Marcos López, einer der prägenden Figuren der lateinamerikanischen Fotografie — nah, uneitel, mitten in Arbeit und Familie.
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Los niños de DiosMartín Farina, 2021, 69 Min.
Francisco und Sol wuchsen außerhalb des Systems auf, in der religiösen Gemeinschaft „La Familia Internacional“. Im Erzählen holen sie sich ihre Stimme zurück und benennen, was verschwiegen wurde.
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Los TiburonesLucía Garibaldi, 2019, 80 Min.
Rosina, vierzehn, behauptet, in der Lagune einen Hai gesehen zu haben. Ob es stimmt, bleibt offen — der Sommer an der uruguayischen Küste verändert sie ohnehin.
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Vendrá la muerte y tendrá tus ojosLuis Torres, 2019, 90 Min.
Zwei Frauen ziehen sich in den Süden Chiles zurück, weil eine von ihnen unheilbar krank ist. Ein Film aus Wasser, Wald und Zeit, die noch bleibt.
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Los VisionadoresNéstor Frenkel, 2021, 52 Min.
Zwei Freunde verfallen in der Videothek den argentinischen Krimis auf VHS. Aus der wöchentlichen Gewohnheit wird eine Sucht — und ein liebevoll-spöttisches Denkmal für das Kino der zweiten Reihe.
